Baufinanzierung

So geht Baufinanzierung in Bremen

Anschlussfinanzierung, Forward-Darlehen, Laufzeit, Zinsen … Wer sich plötzlich mit der Causa Baufinanzierung auseinandersetzen muss, dem raucht womöglich der Kopf. Denn das Thema ist durchaus komplex. Drei Dinge helfen, nicht den Überblick zu verlieren: Nehmen Sie sich Zeit, um sich mit der Immobilienfinanzierung auseinanderzusetzen. Lassen Sie sich von Ihrer Bank bei diesem Prozess ausgiebig beraten – und lesen Sie weiter. Denn wir geben Ihnen einen Einblick in die wichtigsten Punkte einer soliden Baufinanzierung und helfen beim sachten Einstieg in die Materie. Einzelne Beiträge auf SPOT bieten detailliertere Einblicke in bestimmte Aspekte.

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Wie viel Immobilie kann ich mir überhaupt leisten?

Baufinanzierung Bremen
Ein bisschen Planung gehört dazu – aber mit der Unterstützung von Fachleuten kann der Traum vom Eigenheim wahr werden. Pixabay

Seien wir ehrlich: Die wenigsten von uns haben das Geld für einen Hauskauf oder Neubau auf der hohen Kante liegen. Und so muss eben ein Kredit für das Projekt Traumhaus von der Bank her: die Baufinanzierung. Mit diesem Begriff werden sämtliche finanziellen Maßnahmen zusammengefasst, die dem Kauf und/oder Bau der eigenen Immobilie dienen. Und weil so ein Immobilienkauf oder Hausbau in der Regel sehr teuer ist, wird die Rückzahlung des Darlehens – egal, von welchem Anbieter sie kommt – auch viele Jahre dauern.

Deshalb ist es so wichtig, bei der Immobilienfinanzierung von Anfang an realistisch zu kalkulieren und zu checken, wie viel Geld Ihnen eigentlich monatlich für diese Rückzahlung zur Verfügung steht. Dieser Faktor beeinflusst die Gesamtsumme, die Sie sich von der Bank zur Immobilienfinanzierung leihen können.

Diese Faktoren beeinflussen die Summe der Baufinanzierung:

  • die monatliche Rate
  • der Zinssatz
  • die Laufzeit der Baufinanzierung
  • die Höhe des vorhandene Eigenkapitals

Welcher realistische Betrag steht mir für die Immobilienfinanzierung in Bremen zur Verfügung?

Baufinanzierung BremenMithilfe eines Budgetrechners, beispielsweise von der Sparkasse Bremen, können Sie sich einen ersten Überblick über Ihren möglichen finanziellen Rahmen verschaffen. Diese Rechner ermitteln den maximalen Finanzierungsbetrag, den Sie über die Jahre stemmen können, ziehen davon sämtliche Kaufnebenkosten ab – wie zum Beispiel die Notargebühren – und addieren auch das vorhandene Eigenkapital. Am Ende erhalten Sie den Betrag, den Ihre Immobilie maximal kosten darf. Das hilft auch bei der Vorbereitung für eine persönliche Beratung zur Baufinanzierung bei der Bank, und natürlich auch bei der Haussuche selbst. Denn es bringt ja nichts, Zeit in die Besichtigung von Häusern und Grundstücken in Bremen und der Region zu investieren, die außerhalb des eigenen Budgets liegen.

Warum ist Eigenkapital bei einer Baufinanzierung eigentlich so wichtig?

Baufinanzierung Bremen
Das Eigenkapital hat Einfluss auf die Baufinanzierung. Es entscheidet mit darüber, welche Immobilie in Bremen und Umgebung man sich leisten kann. Pixabay

Eigenkapital gilt als Anker einer jeden Baufinanzierung. Die Erklärung ist simpel: Je mehr Eigenkapital Sie in die Baufinanzierung einbringen, desto weniger Schulden müssen Sie machen – und dadurch fällt dann natürlich auch die monatliche Belastung in der Finanzierung geringer aus. Eigenkapital erleichtert Ihnen allerdings auch den Zugang zu Angeboten für die Immobilienfinanzierung.

Es sieht folgendermaßen aus: Bringen Kreditnehmende wenig Eigenkapital mit, fällt das Risiko für die Bank, das geliehene Geld nicht vollständig zurückzubekommen, höher aus. In einem solchen Fall lässt sich die Bank die Baufinanzierung mit höheren Zinsen bezahlen. Je mehr eigenes Geld Sie also in die Immobilienfinanzierung einbringen, desto geringer ist demnach auch das Risiko für die Bank. So gewährt sie Ihnen zum einen eher eine Baufinanzierung und gibt Ihnen zum anderen günstigere Konditionen – Laufzeit, Zinsen, Tilgung und Co.

Was genau ist Eigenkapital?

Wenn es um die reine Definition geht, so gehört all das Geld zum Eigenkapital, das aus dem eigenen Vermögen stammt und nicht von der Bank kommt.

Was zählt alles zum Eigenkapital?

  • Bargeld
  • ersparte Summen auf dem eigenen Bankkonto
  • Wertpapiere
  • angespartes Kapital aus einem Riester-Vertrag
  • Bausparguthaben aus einem Bausparvertrag
  • Schenkungen
  • Vorauserbschaft

Wie viel Eigenkapital sollte in die Baufinanzierung einfließen?

Mindestens 20 bis 25 Prozent der Darlehensgesamtsumme beim Kauf einer Immobilie sollten aus eigenen Mitteln bestritten werden. Ratsam ist es laut Fachleuten für Baufinanzierung, mindestens die Kaufnebenkosten mit Eigenkapital zu finanzieren – dazu zählen beispielsweise die Maklergebühr, die Kosten für notarielle Leistungen sowie die Grunderwerbsteuer. Wichtig: Diese Kosten sind nicht im Kaufpreis der Immobilie enthalten und kommen also „oben drauf“ – deshalb ist es unerlässlich, diese bei der Planung der Immobilienfinanzierung mit zu berücksichtigen.

Wie viele Angebote für Immobilienfinanzierung sollte ich mir einholen?

Baufinanzierung – Hausbau
Bei einem so umkämpften Immobilienmarkt wie in Bremen müssen sich Interessierte genau überlegen, wie viel Haus sie sich leisten können. Pixabay

Niedrige Zinsen, hohe Nachfrage: Der Immobilienmarkt in und um Bremen boomt – und ist dadurch hart umkämpft. Angebote zur Baufinanzierung gibt es derzeit zuhauf. Sie locken Kaufwillige mit vermeintlich günstigen Konditionen und Kosten. Und viele zukünftige Käufer und Käuferinnen machen den Fehler, sofort zuzuschlagen, ohne einen Vergleich der Immobilienfinanzierung vorzunehmen. Der Grund dafür: Es soll schnell gehen. Und im Grunde genommen ist das nicht so falsch. Denn oft erhalten diejenigen den Zuschlag von der verkaufenden Seite, die als Erstes eine mögliche Baufinanzierung auf Papier nachweisen können.

Deshalb gilt: Setzen Sie schon vor dem eigentlichen Start der Objektsuche in Bremen und umzu auf eine kompetente Beratung rund um die Baufinanzierung und gehen Sie erst los, wenn Sie ein grünes Signal von der Bank Ihrer Wahl über eine gewisse Kreditsumme erhalten haben. Und um diese zu bestimmen, sollten Sie die Baufinanzierungsangebote von drei bis fünf Banken miteinander vergleichen. Die Sparkasse Bremen als Finanzvermittler übernimmt das praktischerweise für Sie. Denn längst werden nicht nur die hauseigenen Baufinanzierungen angeboten, sondern auch Kredite ausgewählter Partnerbanken vermittelt, wenn diese passendere Konditionen bieten.

Was machen Finanzvermittler und Finanzvermittlerinnen?

Sie übernehmen einfach gesagt den Vergleich von Baufinanzierungsangeboten für Sie. Dabei vergleichen Sie die Konditionen von mehreren Hundert Banken, die sie in ihrem Portfolio führen und mit denen sie kooperieren, und suchen mit ihnen gemeinsam das beste Angebot heraus. Tilgung, Laufzeit, Zinsen – all diese Faktoren wirken sich erheblich auf das Endresultat aus.

Warum lohnt sich ein Angebotsvergleich bei der Baufinanzierung?

Niedrige Zinsen versprechen zwar grundlegend auch günstige Konditionen. Jedoch gibt es zwischen den einzelnen Banken immer noch enorme Preisunterschiede. Versteckte Kosten lassen sich auf den ersten Blick nicht erkennen. Sie können auf eigene Faust losziehen und sich ein Angebot von den jeweiligen Anbietern und Anbieterinnen machen lassen oder Sie überlassen Profis den Vergleich – den Finanzvermittlern und Finanzvermittlerinnen.

Wie hoch sollte die Monatsrate liegen?

Baufinanzierung
Lieber großzügig planen: Die Kosten für die Baufinanzierung sollten unter 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens liegen. Pixabay

Realistisch zu planen bedeutet auch, einen Sicherheitspuffer einzuplanen. Daher sollten die monatlich anfallenden Kosten für die Baufinanzierung 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht überschreiten. Weil das alltägliche Leben für die Kreditnehmenden ja schließlich weitergeht. Heißt: Wenn der Herd oder das Auto kaputt geht, muss Geld vorhanden sein, um sich um die Reparatur zu kümmern. Gänzlich auf Urlaub und andere schöne Dinge will man schließlich auch nicht über Jahre beziehungsweise Jahrzehnte verzichten. Und so lang begleitet die Baufinanzierung einen nun einmal.

Wie lang sollte die Laufzeit sein?

Der Begriff Laufzeit bezieht sich bei der Baufinanzierung eigentlich auf den Zeitraum bis zur kompletten Rückzahlung des Immobiliendarlehens. Er wird in der Praxis aber häufig zur Beschreibung der Dauer der Zinsbindung gemeint. Und was ist die Zinsbindung? Das ist der Zeitraum, in dem fest vereinbarte Zinsen gelten, sprich: eine zeitlich festgeschriebene Garantie auf einen bestimmten Zinssatz. Je günstiger die Zinsen, desto eher lohnt es sich also, eine möglichst langfristige Zinsbindung zu wählen – zum Beispiel von mindestens 15 oder 20 Jahren oder einfach über die gesamte Laufzeit der Baufinanzierung. Damit profitieren Sie auch dann noch von den gleichen, günstigen Konditionen der Niedrigzinsphase.

Was passiert nach Ablauf der Zinsbindung?

Haben Sie kein Volltilgerdarlehen – bei dem der Zins bis zum Schluss, also über die gesamte Laufzeit des Darlehens, festgeschrieben ist – bleibt nach Ablauf der Zinsbindung eine Restschuld bestehen. Und um diese zu tilgen, muss dann ein zweiter Kredit her, die sogenannte Anschlussfinanzierung. Hierbei haben Kreditnehmer und Kreditnehmerinnen drei Möglichkeiten:

  • Prolongation: Die bereits bestehende Baufinanzierung wird verlängert.
  • Umschuldung: Ein neuer Kredit wird mit einer anderen Bank abgeschlossen, wenn diese bessere Konditionen anbietet, was Zinsbindung, Tilgung und Co. angeht.
  • Forward-Darlehen: Ein neuer Kredit wird bereits weit vor Ablauf der Zinsbindung der ersten Baufinanzierung – mit einer Vorlaufzeit von bis zu fünf Jahren – abgeschlossen. Der Vorteil dabei: Sie können sich mögliche günstige Zinsen für die Zukunft sichern.

Was ist der Tilgungssatz?

Baufinanzierung
Vom Tilgungssatz hängt ab, wie viel Geld für Zinsen ausgegeben wird. Pixabay

Die häufigste Art der Baufinanzierung ist das sogenannte Annuitätendarlehen. Dabei zahlen Sie die geliehene Summe in Form einer festen monatlichen Rate zurück, die sich aus zwei Komponenten zusammensetzt. Zum einen ist das der Tilgungsanteil, mit dem Sie die reine Kreditsumme zurückzahlen, zum anderen der Zinsanteil, der fällig wird – denn die Bank verlangt ja eine Gebühr dafür, dass sie Ihnen das Geld überhaupt zur Verfügung stellt. Während der Beratung zur Baufinanzierung können Sie festlegen, wie hoch die Tilgungsrate sein soll. Je schneller Sie ihr Darlehen zurückzahlen – also tilgen – desto weniger Geld fällt insgesamt für die Zinsen an.

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