Bausparen sinnvoll
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Ist Bausparen sinnvoll oder nicht? Für diese Sparziele können Sie einen Bausparvertrag einsetzen

3 Gründe, auch in Niedrigzinsphasen ein Bausparkonto zu besparen

Bausparverträge schließen wir zumeist sehr jung ab. Im Studium oder in der Ausbildung haben wir oft noch ganz andere – oder nur sehr vage – Vorstellungen von der Zukunft. Zudem wissen wir zu diesem Zeitpunkt nicht, wie sich der Markt entwickelt, wie hoch oder tief die Zinsen mal sind oder ob Wohneigentum in 20 Jahren teuer oder günstig ist. Ergibt Bausparen trotzdem Sinn, gerade wenn die Sparzinsen niedrig sind?

Jens Marschalek ist Experte für Baufinanzierung bei der Sparkasse Bremen. Er sagt: Ja, Bausparen ist meistens auch dann sinnvoll, wenn die Zinsen niedrig sind und aktuell kein Wunsch nach Wohneigentum besteht. Warum und wie ein Bausparvertrag funktioniert, erklärt er hier.

Klicken Sie hier, wenn Sie direkt wissen wollen, warum ein Bausparvertrag sinnvoll ist, oder hier, wenn Sie wissen möchten, was Sie mit einem Bausparvertrag finanzieren dürfen.

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Wie funktioniert Bausparen genau?

Sie überlegen, einen Bausparvertrag abzuschließen – oder haben das vor vielen Jahren getan? Dann frischen wir hier noch einmal Ihre Erinnerung auf.

Ein Bausparvertrag ist mehr als ein zweckgebundenes Sparkonto: Es ist eine Chance auf mehr Wohnqualität – und damit Lebensqualität.

Zwar ist auch ein Bausparvertrag verzinst. Aber ein Bausparvertrag kommt immer mit einer Vereinbarung über ein mögliches anschließendes Darlehen. Ein Beispiel ist der Hausbau: Sie sparen 50 % der Hausbau-Kosten über mehrere Jahre mit einem Bausparvertrag an und finanzieren die restlichen 50 % mit einem anschließenden Darlehen. Dieses Darlehen ist meist günstiger als ein vergleichbares ohne Bausparvertrag.

Bausparverträge bestehen aus drei Phasen:

In dieser Phase sparen Sie monatlich einen bestimmten Betrag. Der Sparzins ist – wie der Zins in der späteren Darlehensphase – festgeschrieben.

In dieser Phase ist das Sparguthaben von der Bank zur Nutzung freigegeben. Die Voraussetzung für die „Zuteilung“ kann unterschiedlich sein: Eine bestimmte Mindestsumme, eine Mindestsparzeit oder das Erreichen einer Bewertungszahl, die sich aus Sparzeit und bisher erreichter Sparsumme zusammensetzt.

In dieser Phase finanzieren Sie mit dem Bausparvertrag das gewünschte Projekt, also etwa eine Baufinanzierung. Sie nutzen das angesparte Geld als Eigenkapital und das mit dem Bausparvertrag definierte Darlehen für den Restbetrag.

Bausparen als sicheres Anlageinstrument: Deswegen lohnt sich Bausparen auch in Niedrigzinsphasen

Laut den regelmäßig erstellten Statistiken der Deutschen Bundesbank spart noch immer fast die Hälfte der deutschen Sparer direkt auf dem Girokonto oder auf einem Sparbuch – und damit ohne jegliche Zinsen. Wenn Sie aber auch nur mit dem Gedanken spielen, irgendwann einmal in irgendeiner Form Wohneigentum zu besitzen, sollten Sie lieber einen Bausparvertrag abschließen. Denn:

Selbst wenn Sie noch kein Wohneigentum planen, bietet ein Bausparvertrag mehr als ein Girokonto oder ein Sparbuch – und eine sichere Ergänzung im Anlagemix.

LBS-Bausparen mit staatlicher Förderung – schneller ins Eigenheim
LBS-Bausparen mit staatlicher Förderung – schneller ins Eigenheim

Gleich mehrfach können Sie als LBS-Bausparer von staatlichen Förderungen auf Ihrem Weg ins Eigen­heim profitieren: von Wohn-Riester, Bau­kindergeld, Wohnungs­bau­prämie und Arbeit­nehmer­spar­zulage. Und auch die vermögens­wirksamen Leistungen (VL) von Ihrem Arbeit­geber bringen Sie den eigenen vier Wänden ein Stück näher.

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Was macht einen Bausparvertrag sinnvoller als das Sparbuch?

Das Geld, dass Sie in ein Bausparkonto einzahlen, ist nicht weg. Sie stehen nicht unter dem Zwang, es für ein Bauprojekt zu nutzen – aber Sie halten sich die Chance auf Sparzinsen und eine günstige Baufinanzierung offen. Sie verlieren „nur“ die Zinserträge, wenn Sie sich die angesparte Summe auszahlen lassen, ohne es für eine Baufinanzierung zu nutzen.

Sie können einen Bausparvertrag daher auch als Sparkonto nutzen, das Sie vielleicht(!) einmal für eine Baufinanzierung verwenden.

3 Gründe, warum Bausparen sinnvoll ist – auch in Niedrigzinsphasen.

Wir wissen, dass die Zinsen aktuell auch beim Bausparen mäßig sind. Aber es gibt drei Vorteile, die noch immer für einen Bausparvertrag sprechen:

  1. Konkretes Ziel

    Sie sparen psychologisch genau für diesen einen Zweck: Wohnen – und damit für einen der wichtigsten Faktoren der eigenen Lebensqualität. Sie bilden mit einem Bausparvertrag keine generelle Rücklage für einen nicht näher definierten Bedarf, sondern haben ein konkretes Ziel. Diese Motivation sollten Sie nicht unterschätzen. Vielen hilft diese Motivation, konsequent über viele Jahre zu sparen, mit der Ziellinie vor Augen. Gerade wenn Sie die Vertragssumme des Bausparvertrages nicht zu hoch wählen (15.000 – 20.000 EUR) und somit in absehbarer Zeit in den Genuss des Geldes und der zinsgünstigen Darlehen kommen könnten, ist Bausparen sinnvoll.

  2. Staatliche Förderungen

    Wer Bausparverträge nutzt, kann verschiedene staatliche Förderungen beanspruchen und direkt in den Bausparvertrag einfließen lassen: vermögenswirksame Leistungen, Bausparförderung und Eigenheimrente.

  3. Flexibilität

    Bausparverträge sind viel flexibler, als viele annehmen. Sie können die Bausparsumme für Modernisierungen nutzen, für Reparaturen oder erst mal „liegen lassen“. Die Bausparsumme und die monatliche Ansparsumme sind ebenfalls flexibel an Ihre Lebensumstände anpassbar.

Unser Tipp: Sie suchen nur eine Anlage für Ihre vermögenswirksamen Leistungen? Der Eigentumserwerb ist in naher Zukunft nicht geplant? Wählen Sie einen Tarif mit höheren Sparzinsen. Da ist zwar meist die Laufzeit länger und die späteren Darlehenszinsen sind höher – aber Sie profitieren mehr vom Spareffekt und können schließlich später noch entscheiden, ob Sie den Tarif anpassen oder das Geld anders verwenden. Alles ist besser, als das Geld auf dem Girokonto „schlafen zu lassen“.

Nicht nur fürs Hausbauen: Dafür können Sie Ihr Bausparguthaben nutzen

Ein Bausparvertrag ist dazu da, später einmal Wohneigentum zu bauen oder zu kaufen. So zumindest die weitläufige Meinung. Und die ist richtig – wenn auch ein wenig vereinfacht. Der Rechtsbegriff ist „wohnwirtschaftliche Verwendung“ und lässt ein wenig mehr Spielraum. Die Grundregel, für was Sie Bausparguthaben nutzen können: „Stellen Sie sich vor, Sie drehen ein Einfamilienhaus auf den Kopf.“

Sie können mit einem Bausparvertrag alles finanzieren, was nicht rausfallen würde, wenn Sie das Haus oder die Eigentumswohnung auf den Kopf stellen.

LBS-Bausparen – Ihr sicherer Weg ins Eigenheim
LBS-Bausparen – Ihr sicherer Weg ins Eigenheim

Mit LBS-Bausparen sind Sie vorbereitet auf das, was die Zukunft bringt – ganz gleich, ob Sie kaufen, bauen oder renovieren möchten. Bilden Sie Eigenkapital und sichern Sie sich attraktive Zinsen über die gesamte Darlehenszeit. Zusätzlich ist die eigene Immobilie eine zukunfts­sichere Alters­vorsorge, von der Sie lange etwas haben.

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Dazu kommen die meisten mit dem Bau oder Kauf zusammenhängenden Nebenkosten. Die LBS listet hier alle Leistungen von A bis Z auf, die Sie mit einem Bausparvertrag begleichen können. Wussten Sie zum Beispiel, dass Sie mit einem Bausparguthaben auch einen seniorengerechten Umbau, eine Fassaden-Erneuerung oder eine Alarmanlage finanzieren können?

Fazit: Bausparen ist mehr als für einen Bau sparen

Kaufen, bauen oder renovieren mit mehr Eigenkapital ist gut – wer Bausparverträge nutzt, profitiert aber auch von noch niedrigeren Darlehenszinsen für den Restbetrag, staatlichen Förderungen und der Motivation, für ein konkretes, anschauliches Ziel zu sparen. Ist Bausparen sinnvoll? Wir sagen: Ja, selbst in der Niedrigzinsphase.

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Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Mein Zuhause“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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